Lesekreis Filmabend zu Anarchismus 2.0

Am Ende des Buches Anarchismus 2.0 gibt es nun wieder einen Filmabend:

Mittwoch, 30.06.2010 – 18:00 Uhr im Infoladen

18:00-19:35 Uhr: Battle in Seattle

19:40-20:10 Uhr: Der dänische Freistaat Christiania

20:10-21:45 Uhr: The Weather Underground

21:45-23:15 Uhr: Sweet Mud

Battle in Seattle von Stuard Townsend (94 min)

Der Film erzählt über die als Battle in Seattle bekannten, innerhalb von fünf Tagen im Dezember 1999 stattfindenden Ereignisse. Die Welthandelsorganisation organisiert in Seattle ein Treffen, währenddessen friedliche Demonstrationen der Globalisierungskritiker stattfinden sollen. Die Lage eskaliert und es kommt zu Ausschreitungen, die die Beratungen zum Scheitern bringen.

Zu den Globalisierungsgegnern gehört Ella, die Ehefrau des in der SWAT-Einheit dienenden Polizisten Dale. Während einer Demonstration wird die im 5. Monat schwangere Ella von einem Polizisten attackiert, da sie sich unwissentlich auf dem Nachhauseweg in eine protestierende Menge manövrierte. Daraufhin verliert sie ihr Kind. Dr. Maric arbeitet als Arzt in den Ländern der Dritten Welt und sollte im Konferenzzentrum eine Rede vor den Geschäftsleuten halten. Erst als dem afrikanischen Vertreter das Wort entzogen wird, da der Raum für „Wichtigeres“ benötigt wird, erhebt jener seine Stimme für das Ziel der Demonstranten.

Der dänische Freistaat Christiania aus der Reihe „Orte des Errinerns“ (28 min)

Link zum Film

Christiania, ein Staat im Staate Dänemark. Traum und Vorbild einer Generation. 800 Menschen leben heute in Christiania, mitten in Kopenhagen, mit einem großen Maß an Autonomie. Es begann in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts. Viele junge Menschen rebellierten gegen Autoritäten und Machtstrukturen, vereint durch den Kampf gegen den Vietnamkrieg. Sie suchten eine neue Art von Gesellschaft, eine bessere Welt aus der die ungenehmen Dinge des Lebens verschwunden wären. 1971 entdeckte eine Handvoll junger Leute die 20 Hektar Land mitten in Kopenhagen, die eigentlich dem Staat gehörten. Ein verlassenes Militärgelände, das sie besetzten und zum Freistaat erklärten. Sie machten ihre Aktion öffentlich und setzten damit eine kleine Völkerwanderung in Gang. Das Areal füllte sich mit Leben. Christiania entwickelte sich zu einem Mittelpunkt der progressiven Kultur. Überraschend lange ließ man die Hausbesetzer in Ruhe, doch der politische Kurs änderte sich. 1976 sollte Christiania dann geschlossen werden. Aber den Bewohnern der „Friedensstadt“ gelang es, die Sympathie der dänischen Bevölkerung zu gewinnen. Sie konnten bleiben. Dennoch war das Leben im Freistaat nicht konfliktfrei: Drogenhandel und der Konsum harter Drogen, Gewalt und immer wieder Auseinandersetzungen mit Polizei und Regierung bedrohten die „Insel des Friedens“ – von innen und von außen. Doch dank Christianias größter Stärke, der basisdemokratischen Selbstverwaltung, gelang und gelingt es, mit diesen Problemen fertig zu werden – bis heute.

The Weather Underground von Sam Green und Bill Siegel (95 min)

In 1969, a small group of leftist college student radicals announced their intentions to overthrow the U.S. government in opposition to the Vietnam War. This documentary explores the rise and fall of this radical movement as former members speak candidly about the passion that drove them at the time. The film also explores the group in the context of other social movements of the time, featuring interviews with former members of the Students for a Democratic Society (SDS) and the Black Panther Party. The documentary also examines the U.S. government’s suppression of dissent during this turbulent era. Using archival footage from the 1960s and 1970s, the film also intersperses recent interviews with high profile ex-Weathermen like Bernadine Dohrn, David Gilbert, Bill Ayers, Mark Rudd and Brian Flanagan, who talk about their involvement in the organisation, their experiences, and the trajectory that led them to be placed on the FBI’s Most Wanted list.

Sweet Mud von Dror Shaul (100 min)

Set in 1974, Dvir is soon to turn 13 and lives with his mom Miri at a progressive kibbuz populated by people who take pride in their open-minded attitudes. However, they’re not so easygoing when it comes to Miri; she’s been sent to a mental hospital more than once, and her instability is more than most of the residents want to deal with, leaving Dvir to look after his mother with the help of his older brother Eyal. Miri persuades her Swiss boyfriend Stephan to join her at the kibbutz, even though he isn’t Jewish, but he isn’t welcomed by other residents, and an unpleasant incident involving a neighbor’s dog turns the couple into outcasts. In the midst of all this, Dvir is trying to prepare for his bar mitzvah, which at the kibbutz is combined with a severe regimen of survival training; he also gets a crash course in his ongoing maturity when he develops a crush on Maya, a cute girl his age.

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