Freiheit für Pussy Riot!

Im März wurden in Moskau die drei Feministinnen Ekaterina, Marija und Nadežda von den Bullen verhaftet. Ihnen drohen bis zu sieben Jahre Knast. Am 21. Februar störten Aktivistinnen der feministischen Punkband Pussy Riot den Gottesdienst in der Christ-Erlöser-Kathedrale – sie hielten einen Punk-Gottesdienst ab, in dem sie die Kirche als sexistische, patriarchale Institution attackieren und ins Verhältnis zur Kriminalisierung queerer Aktivist_innen setzen. Außerdem thematisierten sie die untrennbare unterdrückerische Koalition der Kirche mit dem Staat.

 

Pussy Riot – Queer, feministisch und kriminalisiert

Im Herbst des vergangenen Jahres tauchten erstmals Aktivist*innen mit selbstgemachten Stricksturmhauben, schrillem Outfit, Rauch und Pyrotechnik auf den Straßen Russland auf. Es begann auf einem Bus im Zentrum Moskaus. Sie sangen vor einem Moskau Knast für die im Dezember während der Proteste gegen die Fälschungen der Duma-Wahlen inhaftierten Menschen. Eine weitere Performance enterte die Moskauer Metro. Legendär und erstmals auch weltweit wahrgenommen wurde die Aktion auf dem Roten Platz in Sichtweite des Kreml. Ende Februar diesen Jahren setzten die Artivist*innen noch eins drauf und feierten in der Christus-Erlöser-Kathedrale, der Kirche mit dem engsten Bezug zum russisch-orthodoxen Patriarchat und dem Staat, eine „Punk-Andacht“ und baten in kirchenslawisch darum, daß die Jungfrau Maria Putin endlich verjagen solle. (Weiterlesen)

Website der internationalen Soli-Gruppe (englisch, deutsch):  freepussyriot.org

Blog von Pussy Riot (russisch): pussy-riot.livejournal.com

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