7.12. Pro-Choice-Kundgebung und Demo

WANN: Samstag, 7. 12. 2013, 17h

WO: vor dem Landeskrankenhaus/Müllner Seite

Aufruf zu (pro-)feministischen Interventionen gegen die christlich-fundamentalistische Lichterkette gegen das Recht auf Abtreibung

Am 7.12.2013 wollen fundamentalistische AbtreibungsgegnerInnen Lichter für abgetriebene Föten anzünden. Deshalb werden sich  Pro-Choice-Aktivist_innen mit langem Atem um 17:00h vor dem LKH versammeln und den Fundis ungemütlich entgegentreten. Packt eure Freund_innen und Knoblauch ein!

Am 2. Sonntag im Dezember ist der sogenannte Weltgedenktag für verstorbene Kinder von der Initiative Worldwide Candle Lighting initiiert worden. Diesen Tag kapern fundamentalistische ChristInnen um einen Tag davor um „zu früh verstorbene Kinder“ zu „trauern“. Unter „Kinder“ verstehen diese abgetriebene Zellhaufen. So wenig ihre Veranstaltung mit Kindern zu tun hat, so wenig hat sie auch was mit Trauer zu tun. Die OrganisatorInnen aus den Gruppen um HLI, der Christen Partei und Jugend für das Leben stellen den ungewollten Verlust eines Kindes mit einer gewollten Abtreibung gleich. Diese bodenlose Frechheit bagatellisiert nicht nur die tatsächliche Trauer von Eltern verstorbener Kinder, sondern suggeriert, dass es sich bei einer Abtreibung um einen Mord handeln würde.
Die tatsachenfeindliche Ansicht, dass Leben bereits bei der Zeugung entsteht, wird hier in altbekannter christlicher Manier allen aufgezwungen, die davon nichts wissen wollen. Es gehört zu den Strategien dieser sektenartigen Gruppen, die gut in die katholische Gemeinschaft integriert und von dieser gefördert werden, Frauen* mit ihren Ansichten zu terrorisieren. Wenn eine ungewollt Schwangere einen Abbruch vornehmen lassen möchte, wird sie von den Fundis mit unechten Bildern von zerstückelten Embryos und Anschuldigungen, wie „Abtreibung ist Mord“ bedrängt. Diese sogenannte „Gehsteigberatung“ ist organisierten ChristInnen mittlerweile auf Grund des Wegweiserechts erheblich erschwert worden. Dennoch versuchen sie Schwangere und Ärzt_innen mit Psychoterror von Abtreibungen abzuhalten.
Diese ChristInnen stehen nicht für eine ehrliche Trauer um verstorbene Kinder, oder für professionelle Begleitung für Betroffene. Genausowenig interessiert sie das Wohlergehen von Frauen*. Sie stehen vielmehr für ein reaktionäres Weltbild, in dem Frauen* nur als Gebärmaschinen vorkommen, Sexualität nur heterosexuell beim Samenerguss des Mannes im Dienste der Fortpflanzung statt finden darf, wo Kinderbetreuung allein in der Verantwortung von Frauen* liegt, in dem es ein vermeintlich „weißes Volk“ zu schützen gilt und Homosexualität und Geschlecht jenseits einer binären Geschlechtskonstruktion nicht existiert.
Dass wir gegen fundamentalistische, sexistische, rassistische, reaktionäre, homophobe, antisemitische und heterno- mormative ChristInnen aktiv werden müssen liegt auf der Hand! Seit Jahren engagieren sich Pro-Choice-Aktivist_innen erfolgreich gegen den klerikalen Wahnsinn. Seit dem Marsch für das Leben 2012 müssen wir nicht nur gegen die Fundis, sondern auch gegen staatliche Repression ankämpfen. Es wurden zwei Aktivistinnen* festgenommen. 2013 wurden 37 Aktivist_innen eingekesselt und festgenommen. Es ist klar, dass es sich bei diesen Maßnahmen gegen Pro-Choice-Aktivist_innen um eine Einschüchterungstaktik handelt, die ihnen nicht gelungen ist. (Pro-)Feministische Aktionen wird es geben bis sich die Fundis für immer Verabschieden! Und für diese wird keine Kerze angezündet.

17h Pro-Choice-Kundgebung beim Landeskrankenhaus (Müllner Seite)
mit anschließender Pro-Choice-Demo!
Kein Gott – kein Staat – kein Patriarchat!
Für die Anarchie und eine befreite Gesellschaft!

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